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Archive for the ‘HowTo’ Category

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Jun 11

HowTo: Eigene Regeln für Microsoft StyleCop erstellen

Im ersten Teil der Serie habe ich erklärt, wie man StyleCop grundsätzlich in Verbindung mit MSBuild und Visual Studio verwenden kann. Heute möchte ich kurz erklären, wie man eigene Regeln für StyleCop definiert und diese mit dem Setup vom ersten Teil verwenden kann. Da ich selber ein verfechter davon bin, private Member (Properties, Klassen, Methoden, etc.) mit einem _ (Unterstrich) als Präfix zu versehen, möchte ich heute eine StyleCop Regel implementieren, die genau diesen Standard überprüft.

Eigene Regeln implementieren!
Um eigene Regeln für StyleCop zu implementieren, müssen wir zuerst einmal StyleCop herunterladen bzw. installieren, weil wir dabei 2 wichtige Assemblies bekommen, die wir für die Entwicklung benötigen. Als nächstes erstellen wir uns in Visual Studio eine leere Klassenbibliothek und referenzieren die 2 Assemblies

  • Microsoft.StyleCop.dll
  • Microsoft.StyleCop.CSharp.dll

Haben wir das, erstellen wir uns eine neue Klasse und leiten diese von Microsoft.StyleCop.SourceAnalyzer ab. Das ist die Basisklasse für alle Regeln, die in StyleCop verfügbar sein sollen. Zusätzlich definieren wir über der Klasse noch ein Attribut, das angibt, für welche Sprache die Regel verwendet werden kann: [SourceAnalyzer(typeof(CsParser))].

Die Basisklasse implementiert eine Methode namens AnalyzeDocument(…), die wir in unserer eigenen Klasse nun überschreiben sollten, um auch wirklich auf den Quellcode der einzelnen Dateien, die später von unserer Regel evaluiert werden sollen, Zugriff zu haben:

[sourcecode language="csharp"]

public override void AnalyzeDocument(CodeDocument document)
{
CsDocument csdocument = document as CsDocument;
if (csdocument == null) return;

csdocument.WalkDocument(new CodeWalkerElementVisitor<object>(this._VisitElement));
}

[/sourcecode]

Die Methode hat einen Parameter vom Type CodeDocument. Dieses Dokument können wir anschließend auf ein CsDocument casten, da wir ja wissen, dass unsere Regel nur für CSharp Dokumente verwendet werden kann. Um jetzt das Dokument durchlaufen zu können, bietet das SDK hierfür verschiedene Klassen an, mit den denen unterschiedliche Typen evaluiert werden können. Wir verwenden hier die Klasse CodeWalkerElementVisitor, weil wir nur an Elementen (Klassen, Properites, usw.) interessiert sind. Diese Klassen verwenden das Visitor Design Pattern. Das heißt, dass der Visitor das Quelldokument durchparst und sobald er auf ein (in unserem Falle) Element trifft, die Methode _VisitElement aufruft:

[sourcecode language="csharp"]
private bool _VisitElement(CsElement element, CsElement parentElement, object context)
{
if (element.Generated) return true;

if (element.AccessModifier == AccessModifierType.Public ||
element.AccessModifier == AccessModifierType.Internal) return true;

if (element.ElementType == ElementType.Field ||
element.ElementType == ElementType.Accessor ||
element.ElementType == ElementType.Constructor ||
element.ElementType == ElementType.ConstructorInitializer ||
element.ElementType == ElementType.Destructor ||
element.ElementType == ElementType.EmptyElement ||
element.ElementType == ElementType.EnumItem ||
element.ElementType == ElementType.ExternAliasDirective ||
element.ElementType == ElementType.File ||
element.ElementType == ElementType.Indexer ||
element.ElementType == ElementType.Namespace ||
element.ElementType == ElementType.Root ||
element.ElementType == ElementType.UsingDirective) return true;

if (element.Declaration.Name.Trim().StartsWith("_")) return true;

this.AddViolation(element, element.LineNumber, "NonPublicMemberUnderscorePrefix");

return true;
}
[/sourcecode]

Die Methode überprüft, ob es sich bei dem Element um einen Typ handelt, der für uns auch von Interesse ist. Falls ja, muss der Name des Elements mit einem Unterstrich beginnen. Tut es das nicht, verwenden wir die Methode AddViolation der Basisklasse, um StyleCop mitzuteilen, dass wir auf eine Regelverletzung gestossen sind. Der 3. Parameter “NonPublicMemberUnderscorePrefix” ist wichtig: Um diese Regel nun tatsächlich verwenden zu können, müssen wir sie noch mit einigen Metainformationen ausstatten:

MetaInfos für StyleCop Regeln
StyleCop verwendet für jede Regel ein XML File, das die notwendigen Metainformationen für jede Regel beinhaltet. Wir müssen daher für unsere eigene Regel noch ein XML File erstellen, dass genau diese Metainformationen beinhaltet. Zuerst fügen wir zu unserem VS Projekt ein neues XML File hinzu und ändern in den Properties die Eigenschaft Build Action auf Embedded Resource. Anschließend können wir im XML File die Metainformationen befüllen:

[sourcecode language="xml"]
<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<SourceAnalyzer Name="My Rules">
<Description>
My custom StyleCop rules.
</Description>
<Rules>
<RuleGroup Name="Naming Rules">
<Rule Name="NonPublicMemberUnderscorePrefix" CheckId="MY1001">
<Context>
NonPublic members must start with an underscore
followed by an upper-case letter.
</Context>
<Description>
NonPublic members must start with an
underscore followed by an upper-case letter.
</Description>
</Rule>
</RuleGroup>
</Rules>
</SourceAnalyzer>
[/sourcecode]

Der Aufbau dieses XMLs ist relativ einfach. Zuerst definieren wir einen neuen SourceAnalyser und geben ihm einen Namen und eine Beschreibung. Dann definieren wir eine neue Gruppe für unsere Regel (RuleGroup, wir könnten auf diese Gruppe auch verzichten). Und jetzt kommt der wirklich interessante Teil. Wir definieren unsere eigene Regel und geben ihr einen Namen: NonPublicMemberUnderscorePrefix. Dieser Name muss exakt mit dem übereinstimmen, den wir vorher bei der Methode AddViolation(…) im Sourcecode als 3. Parameter angegeben haben. Sind diese Namen unterschiedlich, kann StyleCop die Metainformationen nicht eindeutig zuordnen. WICHTIG: Der Name der XML Datei muss exakt der gleiche wie der Name der Sourcecode Datei sein. Also heißt die *.cs Datei MyRules.cs muss die XML auch MyRules.xml heißen.

Um diese Regel jetzt auch tatsächlich in StyleCop verwenden zu können, kopieren wir sie in das Installationsverzeichnis von StyleCop. Starten wir jetzt den StyleCopSettingsEditor, sollten wir unsere neue Regel bereits in der Liste sehen können:

Integration mit MSBuild
Um solche eigenen Regeln auch mit dem Setup aus dem ersten Teil verwenden zu können, müssen wir am *.targets File von StyleCop etwas verändern. Bei diesem Setup haben wir alle Dateien (*.dll und *.targets), die für StyleCop notwendig sind, in einem relativen Verzeichnispfad abgelegt. In das selbe Verzeichnis kopieren wir nun unsere soeben erstellte StyleCop-Assembly. Im selben Verzeichnis sollte eigentlich eine Datei namens Microsoft.StyleCop.Targets liegen. Die öffnen wir uns suchen nach der Zeile AdditionalAddinPaths=”…”. Der Pfad, der dort eingetragen ist, gibt an, wo zusätzliche Assemblies gespeichert sind, in denen eigene StyleCop Regeln definiert sind. Nun, da wir gerade unsere Assembly in das selbe Verzeichnis kopiert haben, können wir mit den VS Macros direkt relativ auf dieses Verzeichnis verweisen:

[sourcecode language="xml"]
<StyleCopTask
ProjectFullPath="$(MSBuildProjectFile)"
SourceFiles="@(StyleCopFiles)"
AdditionalAddinPaths="$(ProjectDir)\Integration\"
ForceFullAnalysis="$(StyleCopForceFullAnalysis)"
DefineConstants="$(DefineConstants)"
TreatErrorsAsWarnings="$(StyleCopTreatErrorsAsWarnings)"
CacheResults="$(StyleCopCacheResults)"
OverrideSettingsFile="$(StyleCopOverrideSettingsFile)"
OutputFile="$(StyleCopOutputFile)"
MaxViolationCount="$(StyleCopMaxViolationCount)" />
[/sourcecode]

Das wars. Der Sourcecode (den ich etwas erweitert habe) kann wie immer unter http://downloads.juergenoberngruber.at/blog/CustomStyleCopRules.zip herunter geladen werden.

In diesem Sinne.

Jun 05

HowTo: Microsoft StyleCop Integration mit Visual Studio und MSBuild

Microsoft StyleCop ist mal echt was tolles. Vielleicht kennt ja wer folgendes Szenario:

“Zu Beginn eines neuen Projektes nehmen sich alle Projektmitglieder vor, mal etwas mehr Codequalität in den Sourcecode zu bringen, weil sie bemerkt haben, wie schwierig es ist, einen Sourcecode zu verstehen, wenn er nicht aus seiner eigenen Hand kommt (bei manchen ist es sogar schwierig, den eigenen Code nach ein paar Wochen noch zu verstehen). Gut, man einigt sich darauf, ein paar Prinzipien aus der agilen Softwarentwicklung einzusetzen: Pair Programming und Code Reviews.

Anfangs funktioniert das alles wunderbar. Jeder kennt den Code des anderen, es etabliert sich ein gewisser Standard, weil jeder versucht, ähnlich zu programmieren. Im Laufe der Zeit wirds im Projekt stressig – es bleibt keine Zeit mehr, zusätzliche Arbeit zu leisten – hauptsache das Projekt wird irgendwie fertig. Dafür verzichtet das Team auf Qualität. Hauptsache in time and budget.”

Ich denke, dass viele Projektteams in der IT ähnliches schon einmal erlebt haben. Um sich einen wesentlichen Teil der Zeit von manuellen Code-Reviews zu sparen, kann man Tools wie StyleCop einsetzen. StyleCop wird als Visual Studio Addin und als MSBuild Task ausgeliefert. Einmal installiert, kann man StyleCop direkt über das Visual Studio UI starten.

Was macht StyleCop?
StyleCop ist ein Tool zur Codeanalyse von .NET Sourcecode (derzeit wird leider nur C# Code unterstützt). StyleCop analysiert tatsächlich den (unkompilierten) Sourcecode und unterscheidet sich somit von FxCop. StyleCop wird standardmäßig mit zahlreichen nützlichen Regeln geliefert, die zur Gänze auch den .NET Framework Coding Guidelines entsprechen. Das tolle an StyleCop ist die Möglichkeit, mit Hilfe dem mitgelieferten SDK eigene Regeln zu generieren und diese später mit den out-of-the-box Regeln zu kombinieren.

Lädt man sich StyleCop herunter, bekommt man ein MSI Paket, dass einerseits ein Visual Studio Addin und, wenn man es aktiviert, auch einen MSBuild Task installiert. Diesen MSBuild Task werden wir später noch benötigen.

stylecop

Nach der Installation kann man StyleCop direkt in Visual Studio ausführen:

StyleCop_1

Integration mit MSBuild
StyleCop erlaubt auch die Integration mit MSBuild. Man erreicht damit, dass sobald ein Visual Studio Projekt erstellt wird – also bei jedem kompilieren – auch StyleCop automatisch mit ausgeführt wird. Dadurch ersparen wir uns das manuelle Triggern von StyleCop. Es gibt im Internet wenige, aber dennoch einige Beschreibungen, wie StyleCop mit MSBuild integriert wird. Ich möchte hier meine eigene Interpretation vorstellen:

  1. Zuerst erstellen wir uns ein Projekt in Visual Studio und speichern es lokal ab.
  2. Dann gehen wir zum dem Verzeichnis, wo wir zuvor das Projekt gespeichert haben. Dort erstellen wir uns einen Ordner Integration.
  3. Jetzt müssen wir das Installationsverzeichnis von MSBuild die installierten StyleCop Dateien suchen. Standardmäßig sollte es unter %Program Files%\MSBuild\Microsoft\StyleCop\v4.3\
  4. Jetzt kopieren wir aus diesem Verzeichnis alle Dateien mit der Endung *.dll und *.targets in das erstellte Integation Verzeichnis im Projektordner.
  5. Wir öffnen das VS Projektfile *.csproj mit einem Texteditor und fügen folgende Zeilen hinzu: Nach
    <Import Project=”$(MSBuildToolsPath)\Microsoft.CSharp.targets” />

    kommt folgende Zeile
    <Import Project=”$(ProjectDir)\Integration\Microsoft.StyleCop.targets” />

    und in den ersten <PropertyGroup>Knoten kommt
    <StyleCopTreatErrorsAsWarnings>false</StyleCopTreatErrorsAsWarnings>

  6. Jetzt speichern wir die Datei und öffnen das Projekt erneut in Visual Studio, kompilieren und bekommen wahrscheinlich eine lange Liste an Fehlern aufgelistet.

stylecop_error

Zur Erklärung: Wir kopieren uns die *.dll und *.targets Dateien relativ in den Projektordner, um das Projekt auch verteilen zu können und nicht zwingend davon auszugehen, dass auf dem Zielrechner auch StyleCop installiert sein muss. Im Projektfile geben wir anschließend an, dass der StyleCop Task bei jedem Erstellen ausgeführt werden soll. Um auf den relativen Pfad zu verweisen (/Integration/Microsoft.StyleCop.Targets) verwenden wir die VS Macros: $(ProjectDir). Anschließend geben wir noch an, das StyleCop jede Regelverletzung als Fehler behandeln soll. Somit erreichen wir, das ein Erstellen eines Projekts nicht möglich ist, sobald mindestens eine Regel verletzt wurde. Würden wir die Regelverletzungen nur als Warnungen behandeln, erreichen wir, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt (sobald es im Projekt stressig wird) die Entwickler die Warnungen einfach ignorieren.

Es gibt noch mehr Eigenschaften, die gestetzt werden können. Dazu einfach im .Targets File nachsehen, welche Eigenschaften noch zur Verfügung stehen.

Um jetzt gewissen Regeln zu ignorieren, gibt es bei StyleCop ein Settingsfile names Settings.StyleCop File. Das wird normalerweise nach dem ersten Durchlauf von StyleCop direkt neben dem Projektfile erstellt. Diese Datei beinhaltet Xml Informationen über alle Regeln, die für das aktuelle Projekt deaktiviert werden sollen. Man hat jetzt zwei Möglichkeiten:

  • Entweder man modifiziert diese Datei mit einem Xml Editor manuell oder
  • man verwendet das mitgelieferte Tool StyleCopSettingsEditor.exe. Dazu ist aber eine lokale StyleCop Installation notwendig.stylecop_settings

Das wars. Im nächsten Teil gehts darum, wie man solche StyleCop Regeln selber erstellen kann und ebenfalls mit der MSBuild Integration verwenden kann.

Das Beispielprojekt gibts wie immer unter: http://downloads.juergenoberngruber.at/StyleCopDemo.zip

In diesem Sinne.

May 29

HowTo: Eigene Templates für Visual Studio 2008 erstellen, Teil 2

Im ersten Teil des Eintrags bin ich ja auf die Basisthemen für die Erstellung von eigenen Visual Studio Templates eingegangen. Dabei habe ich 3 konkrete Fragen offen gelassen:

  • Wie erreiche ich es, dass ich ein Template erstelle, dass mehrere Projekte beinhaltet, die mit unterschiedlichen Suffix im Projektnamen ausgestattet sein sollen?
  • Wie erreiche ich es, dass meine Templates nicht in der Kategorie “My Templates” sondern unter “Visual Studio installed templates” aufscheinen?
  • Wie kann ich meine Templates ohne Visual-Studio-Wizard modifizieren. Beispielsweise, wie kann ich das Icon, dass später neben meinem Template angezeigt wird, austauschen?

Diese Fragen möchte ich in diesem Post nun detailliert erklären.

Wie erreiche ich es, dass ich ein Template erstelle, dass mehrere Projekte beinhaltet, die mit unterschiedlichen Suffix im Projektnamen ausgestattet sein sollen?
Angenommen wir verwenden unser Projekt aus dem ersten Teil für eine Webanwendung, deren Projektstruktur folgende Gliederung hat:

  • Projektname.Web
    Beinhaltet alle spezifischen Dateien, die für die richtige Darstellung der Webseite notwendig sind (*.aspx, *.asxc, *.asmx, Bilder, Javascripts, Stylesheets, …)
  • Projektname.Core
    Beinhaltet die notwendigen MVP Klassen, Hilfsklassen, etc. Also zusammengefasst die gesamte Businesslogik.

Das heißt, wir wollen nur aus dieser Solution eine Projektvorlage erstellen, die zum einen beide Projekte erstellt und zum anderen an den Projektnamen das richtige Suffix anhängt (zB MySite.Core und MySite.Web). Das funktioniert leider mit dem Visual Studio Template Wizard nicht. Der Workflow ist trotzdem relativ einfach:

  • Zuerst erstellen wir über den Template Wizard von Visual Studio jeweils eine Projektvorlage für das Projektname.Web und für Projektname.Core. WICHTIG: Bei der Erstellung der Templates immer die Checkbox “Automatically import the template into Visual Studio” wegklicken, weil wir diese beiden Templates nicht inkludieren wollen, sondern sie später zu einem Template zusammenfassen.
  • Als nächstes extrahieren wir die erstellten *.zip Files und kopieren uns eine *.vstemplate aus einem der Folder und kopieren sie auf die Ebene, wo die beiden extrahierten Templatefolder liegen. Schlussendlich sollte man folgende Verzeichnisstruktur erhalten (die *.zip Files könnte man an dieser Stelle jetzt löschen):templates_2
  • Jetzt müssen wir die MyTemplate.vstemplate, die auf der Ebene der beiden Verzeichnisse (TemplateDemo.Core und TemplateDemo.Web) liegt, modifizieren. Warum? Wir müssen in dieser Datei angeben, welche Projekte erstellt werden sollen, sobald das Template geladen wird.  Dafür gibt es den Knoten <ProjectCollection>, in dem mehrere Projekte angegeben werden können. Eine gute Referenz findet man wie immer im MSDN: http://msdn.microsoft.com/de-de/library/31cdwx28%28VS.80%29.aspx. [sourcecode language="xml"]
    <VSTemplate Version="2.0.0" xmlns="http://schemas.microsoft.com/developer/vstemplate/2005" Type="Project">
    <TemplateData>
    <Name>TemplateDemo</Name>
    <Description>Creates a sample web-solution using MVP.</Description>
    <ProjectType>CSharp</ProjectType>
    <ProjectSubType></ProjectSubType>
    <SortOrder>1000</SortOrder>
    <CreateNewFolder>true</CreateNewFolder>
    <DefaultName>Template</DefaultName>
    <ProvideDefaultName>true</ProvideDefaultName>
    <LocationField>Enabled</LocationField>
    <EnableLocationBrowseButton>true</EnableLocationBrowseButton>
    <Icon>__TemplateIcon.ico</Icon>
    </TemplateData>
    <TemplateContent>
    <ProjectCollection>
    <ProjectTemplateLink ProjectName="TemplateDemo.Web">
    TemplateDemo.Web\MyTemplate.vstemplate
    </ProjectTemplateLink>
    <ProjectTemplateLink ProjectName="TemplateDemo.Core">
    TemplateDemo.Core\MyTemplate.vstemplate
    </ProjectTemplateLink>
    </ProjectCollection>
    </TemplateContent>
    </VSTemplate>
    [/sourcecode]
  • Fertig.

Jedoch gibt es mit diesem Template noch ein Problem.  Unsere Projekte heißen nach der Erstellung immer TemplateDemo.Web und TemplateDemo.Core – egal wie die Solution genannt wird. Das ist nicht gut und wollen wir auch nicht. Die beiden Projekte sollen so heißen wie die Solution und als Suffix jeweils .Web und .Core erhalten. Hierfür gibts in der .vstemplate Datei Platzhalter, die später während der Verwendung des Templates von VS automatisch ausgetauscht werden. Eine Übersicht gibts hier http://msdn.microsoft.com/en-us/library/eehb4faa%28VS.80%29.aspx. In unserem Fall verwenden wir $projectname$:

[sourcecode language="xml"]
<TemplateContent>
<ProjectCollection>
<ProjectTemplateLink ProjectName="$projectname$.Web">
Web\Web.vstemplate
</ProjectTemplateLink>
<ProjectTemplateLink ProjectName="$projectname$.Core">
Core\Core.vstemplate
</ProjectTemplateLink>
</ProjectCollection>
</TemplateContent>
[/sourcecode]

Als letztes müssen wir die Verzeichnisstruktur zippen und das erzeugte *.zip File in den Templates Ordner kopieren (bei mir C:\%user_directory%\Documents\Visual Studio 2008\Templates\ProjectTemplates, dieser kann übrigens in VS eingestellt werden, verweist aber standardmäßig auf diesen Pfad).

Wie erreiche ich es, dass meine Templates nicht in der Kategorie “My Templates” sondern unter “Visual Studio installed templates” aufscheinen?
Visual Studio zeigt alle Templates, die im benutzerdefinierten Templatepfad C:\%user_directory%\Documents\Visual Studio 2008\Templates liegen, in der Kategorie “My Templates” an. Jetzt wollen wir aber, das unser eigendes Template als “Installed Template” angezeigt wird. Ganz einfach:

  • Visual Studio speichert die “installierten” Templates im Ordner %VS_InstallDir%/Common7\IDE\ProjectTemplates (bei mir C:\Users\Jürgen Oberngruber\Documents\Visual Studio 2008\Templates\ProjectTemplates). Das gleiche gilt übrigens auch für ItemTemplates (%VS_InstallDir%/Common7\IDE\ItemTemplates). Hier drinnen gibts jetzt weitere Hierachien. Wir wollen unser Projekt jetzt für die Sprache C# in einer eigenen Rubrik anzeigen. Dafür gehen wir in den Ordner C# und erstellen uns dort einen Ordner zB MVP.  In diesem Ordner kopieren wir unsere Templatedatei. Das sollte dann so aussehen:templates_2_1
  • Wenn wir jetzt Visual Studio starten, sehen wir leider noch gar nichts. Wir müssen Visual Studio noch mitteilen, seinen internen Template Cache neu zu erzeugen. Das funktioniert mit dem Befehl devenv.exe /installvstemplates. Daszu einfach ein Command Prompt (als Administrator) starten und den Befehl ausführen. Starten wir jetzt Visual Studio neu und öffnen den “Neues Projekt” Dialog, sehen wir, dass es nun eine neue Rubrik names MVP gibt und darin sich unser Template als “installed Template” befindet.templates_2_3

Wie kann ich meine Templates ohne Visual-Studio-Wizard modifizieren. Beispielsweise, wie kann ich das Icon, dass später neben meinem Template angezeigt wird, austauschen?
Hierfür müssen wir wieder unsere *.vstemplate Datei modifizieren. Visual Studio erstellt beim erstellen eines Templates eine __TemplateIcon.ico Datei, auf die im *.vstemplate referenziert wird.

Um nun dieses Icon auszutauschen können wir nun entweder diese __TemplateIcon.ico mit einer anderen Datei überschreiben oder wir erstellen uns eine neue ICO Datei mit anderem Namen und ändern anschließend im *.vstemplate den Pfad zu der ICO Datei im Knoten <Icon>.

Eine dritte Möglichkeit wäre, Visual Studio eigene Icons zu verwenden. Für unser Template würde beispielsweise das Icon einer “Web Application” gut passen, da es sich bei unserem Template ja auch um eine Webandwendung handelt. Leider hab ich keine Übersicht über bestehende Icons in Visual Studio gefunden — aber einen einfachen Trick.

Wir navigieren wieder zu den Templates, die Visual Studio installiert hat (%VS_InstallDir%/Common7\IDE\ProjectTemplates). Darin sollte sich eigentlich ein Folder Web/1033 befinden. In diesem wiederrum eine Datei names WebApplicationProject.zip. Öffnet man die, findet man die *.vstemplate Datei dieses Templates. In dieser Datei sehen wir, dass der <Icon> Knoten nicht auf eine Datei verweist, sondern auf ein Package und eine ID. Wir kopieren uns diese Knoten und fügen in in unsere *.vstemplate Datei (statt des vorhandenen <Icon> Knotens) ein.

Anschließend müssen wir wieder den VS Template Cache mit devenv.exe /installvstemplates leeren. Das wars. Unser Template hat nun auch ein schönes Icon:

templates_2_2

Das wars. Das Bespieltemplate gibts unter http://downloads.juergenoberngruber.at/blog/CustomTemplate.zip zum Download.

In diesem Sinne.

Jan 30

HowTo: Custom ToolStrip Rendering für Windows Forms

Heute möcht ich mal kurz und bündig erklären, wie man es ohne allzugroßen Aufwand schafft, ein Windows Forms ToolStrip-Control so zu customizen, das es dem Layout und Design der eigenen Anwendungen entspricht. Will man ein ToolStrip-Control an die eigenen Bedürfnisse anpassen, hat man grundsätzlich 2 Möglichkeiten. Beide Varianten haben gemeinsam, dass man zuerst ein CustomControl erstellt und dies von System.Windows.Forms.ToolStrip ableitet:

[sourcecode language="csharp"]

public partial class CustomToolStrip : System.Windows.Forms.ToolStrip
{
public CustomToolStrip()
{
InitializeComponent();
}
}

[/sourcecode]

Nachdem wir das Control haben, möchten wir es anpassen. Jetzt können wir einerseits in der OnPaint() Methode das gesamte Control selbst neu rendern. Das führt dazu, dass wir alles neu und selbst zeichnen müssen (also alle Buttons, Items, Rahmen, Hintergrund, etc.) und die notwendige Funktionalität (Click, Hover, etc. – Events) implementieren. Das bedeutet natürlich einen ehrheblichen Aufwand. Daher verwenden wir eine bereits im .NET Framework mitgelieferte Klasse names System.Windows.Forms.ToolStripRenderer.

System.Windows.Forms.ToolStripRenderer
Leitet man eine Klasse von dieser Basisklasse ab, hat man zahlreiche Möglichkeiten, in den Renderprozess des ToolStrip-Controls einzugreifen (genaueres findet man hiert http://msdn.microsoft.com/en-us/library/system.windows.forms.toolstriprenderer.aspx). Implementieren wir die Klasse, können wir zB in den Renderprozess des Rahmens eingreifen:

[sourcecode language="csharp"]

public class CustomToolStripRenderer : System.Windows.Forms.ToolStripRenderer
{
protected override void OnRenderToolStripBorder(ToolStripRenderEventArgs e)
{
e.Graphics.DrawLine(new System.Drawing.Pen(Color.Red),
0, e.AffectedBounds.Height – 1,
e.AffectedBounds.Width, e.AffectedBounds.Height – 1);
}
}

[/sourcecode]

Damit wir den Renderer auch anwenden, reicht es, in dem CustomToolStrip Control die Property Renderer auf einen neue Instanz des ToolStripRenderers zu setzen:

[sourcecode language="csharp"]

this.Renderer = new CustomToolStripRenderer();

[/sourcecode]

In diesem Sinne. Beispielcode gitbs wie immer hier.

Jan 11

HowTo: Dynamische Objekte mit System.Reflection.Emit

Um was gehts heute? Ich stand vor kurzem vor der Herausforderung dynamisch, generische SQL Queries für unterschiedliche Such-Abfragen abzusetzen. Was mein ich damit? Ich hab in einer Datenbank SQL-Select-Statements hinterlegt, die ich nun dynamisch ausführen will und die Ergebnismenge in einem WPF ListView anzeigen will.

Wie lösen wir das?
Der Großteil stellt uns vor keine allzugroßen Problemen. Wenn wir das Problem mal in kleine Teilprobleme aufstückeln, kommen wir auf folgende Bereich:

  • Dynamische SQL-Select-Statements ausführen;
  • Generische Ergebnismenge auslesen und im Speicher sinnvoll ablegen;
  • Generische Ergebnismenge anzeigen
  • [Das Ganze drum herum, das notwendig ist, um die vorherigen drei Punkte zu lösen]

Dynamische SQL-Select-Statements ausführen
Gehen wir mal davon aus, das wir bereits über ein Repository die notwendigen Daten für unsere SQL Statements aus einer Datenbank gelesen haben und folgendes Model daraus erzeugt haben:

[sourcecode language="csharp"]

public class SearchScript
{
public int Id { get; set; }
public string Name { get; set; }
public string Description { get; set; }
public string Sql { get; set; }
public DateTime CreatedAt { get; set; }
}

[/sourcecode]

Logischerweise liegt in der Sql Property unser SQL-Select-Statement, das wir später ausführen wollen. Um das Skript jetzt auf der Datenbank jetzt abzusezten, haben wir mehrere Möglichkeiten: Entweder setzen wir das SQL Statement direkt über ADO.NET ab, rufen eine Stored Procedure auf, etc. Ich möchte für diese Beispiel den Weg der Stored Procedure gehen, weil ich denke, das es am wartungsfreundlichsten ist, da, möchte man zusätzliche Task vor oder nach dem SQL Statemant durchführen, man nur die Stored Procedure abändern muss und den .NET nicht neu kompilieren braucht.

Die Stored Procedure sieht relative einfach aus:

[sourcecode language="sql"]

ALTER PROCEDURE dbo.ExecuteSqlScript
@script AS nvarchar(4000)
AS

BEGIN
SET NOCOUNT ON;

EXECUTE sp_executesql @script
END

[/sourcecode]

Wir übergeben der SP einfach das SQL Statement als String und führen dieses mit der bereits vorhandenen (out of the box) Stored Procedure sp_executesql (http://msdn.microsoft.com/de-de/library/ms188001.aspx)  aus. Ziemlich einfach und logisch. Wollen wir noch weitere Tasks in der SP ausführen, könnten wir diese ohne weiteres jetzt einfach und jederzeit hinzunehmen. Interessant ist auf alle Fälle, das uns die SP ein ResultSet des ausgeführeten SQL-Select-Statements zurückliefert.

Generische Ergebnismenge auslesen und im Speicher sinnvoll ablegen
Um nicht mit untypisierten Listen bzw. zu tiefen Listen- Hierachien arbeiten zu müssen, versuchen wir, aus der generischen Ergebnismenge typisierte Datentypen zu erzeugen. Da gibts einerseits mal das Konzept der anonymen Typen (http://msdn.microsoft.com/de-de/library/bb397696.aspx): Problem dabei ist, dass wir diese nicht dynamisch zur Laufzeit erstellen können. Wir gehen daher einen anderen Weg: Verwendung von System.Reflection.Emit.

Mit Hilfe des Namespaces ist es uns möglich, zur Laufzeit dynamisch Assemblies, Typen, etc. zu generieren. Als erstes müssen wir mal unsere Stored Procedure mithilfe von ADO.NET aufrufen, um auf das ResultSet, das uns die SP liefert, zugreifen zu können:

[sourcecode language="csharp"]

SqlConnection connection = null;
SqlDataReader reader = null;

connection = new SqlConnection("_ConnectionString_");
connection.Open();

SqlCommand cmd = new SqlCommand("Name_Of_Stored_Procedure", connection);
cmd.CommandType = CommandType.StoredProcedure;
cmd.Parameters.Add("@script", SqlDbType.NVarChar).Value = "select * from table_name";

reader = cmd.ExecuteReader();

[/sourcecode]

Nachdem wir jetzt unser SqlReader haben, können wir anfangen aufgrund der Ergebnismenge den dynamischen Typ zu erzeugen. Zuerst erzeugen wir uns mal das Assembly und die notwendige Klasse:

[sourcecode language="csharp"]

AssemblyBuilder ab = AppDomain.CurrentDomain.DefineDynamicAssembly(new AssemblyName("AssemblyName"), AssemblyBuilderAccess.Run);
ModuleBuilder modBuilder = ab.DefineDynamicModule("ModuleName");
TypeBuilder tb = modBuilder.DefineType("ClassName", TypeAttributes.Class | TypeAttributes.Public);

[/sourcecode]

Den zweiten Parameter der Methode DefineDynamicAssembly() setzen wir auf Run, weil wir das dynamische Assembly nicht lokal am Filesystem speichern wollen sondern nur zur Laufzeit benötigen. Als nächstes müssen wir der neuen Klasse die notwendigen Properties zuweisen indem wir alle Felder (Spaltennamen) des SqlReaders auslesen und für jede gelesene Spalte eine öffentliche Property erzeugen:

[sourcecode language="csharp"]
for (int i = 0; i < reader.FieldCount; i++)
{
string propertyName = reader.GetName(i);
Type propertyType = reader.GetFieldType(i);

FieldBuilder propertyFieldBuilder = tb.DefineField(string.Format("_{0}", propertyName.ToLower()), typeof(string), FieldAttributes.Private);

PropertyBuilder propertyPropertyBuilder = tb.DefineProperty(propertyName, System.Reflection.PropertyAttributes.None, propertyType, null);

MethodBuilder propertyGetter = tb.DefineMethod(string.Format("get_{0}", propertyName),
MethodAttributes.Public | MethodAttributes.SpecialName | MethodAttributes.HideBySig,
propertyType, Type.EmptyTypes);

ILGenerator custNameGetIL = propertyGetter.GetILGenerator();
custNameGetIL.Emit(OpCodes.Ldarg_0);
custNameGetIL.Emit(OpCodes.Ldfld, propertyFieldBuilder);
custNameGetIL.Emit(OpCodes.Ret);

MethodBuilder propertySetter = tb.DefineMethod(string.Format("set_{0}", propertyName),
MethodAttributes.Public | MethodAttributes.SpecialName | MethodAttributes.HideBySig,
null, new Type[] { propertyType });

ILGenerator custNameSetIL = propertySetter.GetILGenerator();
custNameSetIL.Emit(OpCodes.Ldarg_0);
custNameSetIL.Emit(OpCodes.Ldarg_1);
custNameSetIL.Emit(OpCodes.Stfld, propertyFieldBuilder);
custNameSetIL.Emit(OpCodes.Ret);

propertyPropertyBuilder.SetGetMethod(propertyGetter);
propertyPropertyBuilder.SetSetMethod(propertySetter);
}

[/sourcecode]

Der Code ist relativ einfach: Wir iterieren über alle Spalten des SqlReaders und erzeugen uns eine Property, die wir auf die Klasse setzen. Als erstes erzeugen wir uns ein privates Feld und eine öffentliche Property. Jetzt brauchen wir für die Property noch Getter und Setter Methoden, die wir ganz am Ende auch dementsprechend auf die Property setzen (SetGetMethod() und SetSetMethod()). Die Parameter der ILGenerator.Emit() Methode sind nicht ganz einfach zu verstehen und können unter http://msdn.microsoft.com/en-us/library/system.reflection.emit.opcodes_members.aspx nachgelesen werden. Haben wir die dynamische Klasse, können wir aus dem TypeBuilder einen Typ bilden, mit dem wir später Instanzen der soeben erzeugten Klasse erzeugen können:

[sourcecode language="csharp"]

Type dynamicType = tb.CreateType();

[/sourcecode]

Nachdem wir jetzt unsere dynamische Klasse aufgrund des ResultSets des SQL-Select-Statements erzeugt haben, müssen wir noch Instanzen der dynamischen Klasse erzeugen und mit dem Ergebnis des Select-Statements befüllen:

[sourcecode language="csharp"]

List<object> result = new List<object>();

while (reader.Read())
{
object item = Activator.CreateInstance(dynamicType);
if (item == null) throw new InvalidProgramException("Cannot create instance of dynamic type.");

for (int i = 0; i < reader.FieldCount; i++)
{
PropertyInfo property = scriptType.GetProperty(reader.GetName(i));
if (property == null || reader.IsDBNull(i)) continue;

property.SetValue(item, reader.GetValue(i), null);
}

result.Add(item);
}

[/sourcecode]

Der Code erzeugt zunächst eine Instanz der dynamischen Klasse. Anschließend iterieren wir über alle verfügbaren Spalten des SqlReaders und holen uns die Property der dynamischen Klasse, die dem aktuellen Spaltennamen entspricht (da wir zuvor die dynamische Klasse genauso erzeugt haben, sollten eigentlich alle Properties zur Verfügung stehen). Haben wir die Property, dann befüllen wir sie mit dem Wert des aktuellen Datensatzes des SqlReaders. Sobald wir über alle Felder des SqlReaders interiert haben, können wir die Instanz der dynamischen Klasse zu einer Liste hinzufügen.

Generische Ergebnismenge anzeigen
Nachdem wir die gelesenen Daten nun in einem mehr oder weniger typisierten Objekt gespeichert haben, wollen wir die Liste der Resultate auch über WPF visualisieren.  Als erstes verwenden wir eine Instanz von ListView und müssen leider feststellen, das WPF mit dem dynamischen Objekt nicht zurecht kommt (warum ist mir nach wie vor noch nicht ganz klar). Daher erzeugen wir uns unser eigenes CustomControl das wir von ListView ableiten. Als ersten interessieren wir uns für den Loaded-Event, bei dem wir per Code die notwendigen Spalten auf die ListView setzen:

[sourcecode language="csharp"]

private void _GenerateColumns()
{
GridView view = new GridView();

PropertyInfo[] properties = dynamicType.GetProperties();
if (properties == null || properties.Count() <= 0) return;

foreach (var property in properties)
{
GridViewColumn column = new GridViewColumn();

column.Header = property.Name;
column.DisplayMemberBinding = new Binding(property.Name);

view.Columns.Add(column);
}

this.View = view;
}

public CustomListView()
{
this.Loaded += (sender, e) => _GenerateColumns();
}

[/sourcecode]

Wir lesen einfach alle Properties des dynamischen Typs aus und erzeugen uns für jede Property eine Spalte in unserer ListView, indem wir den Namen der Property als Header/Bezeichnung für die Spalte verwenden und die DisplayMemberBinding-Property setzen (damit die ListView ihr Datenbinding richtig darstellen kann).

Das wars im Großen und Ganzen. Die CustomListView kann jetzt in jeder XAML Datei verwendet werden und (verwendet man MVVM) auf eine Property eines ViewModels “datagebindet” werden. Demoprojekt gibts hier.

In diesem Sinne.

Jan 05

Auflösen von VSS Abhängigkeiten bei Continuous Integration mit Teamcity

Wer hat schon mal eine Visual Studio Solution erstellt und darin ein oder mehrere Projekte aus einer anderen VSS Location dazugehängt? Das Ganze ist ziemlich praktisch, weil man so erreichen kann, gewisse Funktionalität auszulagern und in einer eigenen Bibiliothek zusammen zu fassen (ich denk da an firmeninterne Bibiliotheken) – die man zentral im VSS ablegen kann und später bei jedem neuen Projekt einfach aus VSS heraus laden und verwenden kann.

Wo gibts jetzt ein Problem?

Problematisch wirds, sobald man das Projekt als CI laufen hat und dort unter anderem einen Build (Release || Debug) des Projektes erzeugen will.

Warum: Der Build Runner (Nant) ist nicht in der Lage, die logischen Abhängigkeiten, die im *.sln File angegeben sind, richtig aufzulösen. MSBuild geht beim Kompilieren davon aus, das auf einer gewissen Filelocation eigentlich eine VS Projekt Datei liegt, die das Tool aber dann nicht findet — klar, weil es nicht aus dem VSS geladen wurde (Visual Studio würde solche Abhängigkeiten erkennen und den Benutzer darüber informieren, dass er die Abhängigkeiten nachladen muss). Somit schlägt der Kompilier-Versuch fehl und der Build Runner beendet den Build mit irgendeinem Fehler.

Nicht gut, was tun?
Um diese Abhängigkeiten trotzdem aufzulösen gibts im Contrib-Projekt (http://nantcontrib.sourceforge.net/) für NAnt einen paar gute Tasks, die sich mit VSS beschäftigen:

  • vssadd
  • vsscheckin
  • vsscheckout
  • vssdelete
  • vssget
  • vsshistory
  • vsslabel
  • vssundocheckout

Für unser Problem verwenden wir “vssget”, da wir mit dem Task im die aktuelle Version einer Datei oder eines ganzen VS Projekts laden können. Konfiguration ist ziemlich einfach:

[sourcecode language="xml"]</p>
<property name="vss.user" value="tiger"/>
<property name="vss.password" value="woods"/>
<property name="vss.dbpath" value="\\servername\srcsafe.ini"/>

<vssget username="${vss.user}" password="${vss.user}" dbpath="${vss.dbpath}"
recursive="true" replace="true" writable="false"
localpath="Relative_LocalPath_On_BuildServer"
path="$/Path_In_Source/" /><br />
[/sourcecode]

Was erreichen wir damit: Wir laden ein Projekt aus dem VSS und legen es lokal auf dem Build Server ab, damit beim Kompilieren über den MSBuild Task (http://nantcontrib.sourceforge.net/release/latest/help/tasks/msbuild.html) alle Abhängigkeiten, die ja in der VS Solution bestehen, gefunden und aufgelöst werden können.

Ziemlich einfach — nur sollte man es wissen.
In diesem Sinne.

Nov 21

HowTo: Wie kann ich *.vhd Files vergrößern?

Vor einigen Wochen habe ich mir einige Windows 7 Images zu diversen Dev-zwecken erstellt. Nachdem ich die meisten Images direkt aus dem Win7 Bootmanager heraus boote, habe ich die meisten Images als vollständiges System (VS, Expression Suite, Office, …) aufgesetzt. Alles perfekt geklappt bis zum dem Zeitpunkt, als mir bei den Images der Speicherplatz ausgegangen ist. Ich bin anfangs hergegangen und hab nicht benötigte Programme vom System entfernt. Klappt auch soweit, bis der Speicherplatz wieder zu wenig wird: Also war das Ganze nur eine Lösung auf Zeit. Deshalb hab ich ein wenig gegoogelt und relativ schnell eine Lösung gefunden.

1. *.vhd mittels VHD Resizer vergrößern
Dieses kleine, aber feine Tool VHD Resizer erlaubt es einem, ein *.vhd File im Nachhin zu vergrößern (bzw. zu verkleinern). Das Tool basiert auf .NET 2.0 und benötigt für eine korrekte Ausführung ein installiertes .NET 2.0 Redist-Paket. Einmal heruntergeladen und über das *.msi Paket installiert bekommt man eine *.exe Datei, die einfach gestartet werden kann.

Nachdem das Quell- und Zielverzeichnis und die gewünschte neue Dateigröße ausgewählt wurden, kann man das vegrößern lostarten. Abhängig vom System und der Größe des Ausgangs-Images bzw. des Zielimages kann das konvertierten schon einige Zeit in Anspruch nehmen. Auf meinem System (3 GB Ram) hat das Konvertieren von 15 auf 20 gig so geschätzte 10 Minuten gedauert.

2. *.vhd mit DISKPART erweitern
Nachdem das Konvertieren erledigt ist kann man das Image einfach (entweder direkt über den Bootmanager oder eben über Virtual PC) booten. Dann die Kommandozeile mit Administrator-Rechten starten und den Befehl DISKPART ausführen:

Diskpart ist ein Tool zur Partiotionierung von HDDs über die Kommandozeile das seit Windows 2000 mitgeliefert wird. Über das Kommando

LIST VOLUME

kann man sich eine Liste aller verfügbaren Partitionen auflisten lassen. Anschließend über

SELECT VOLUME X

die richtige Partition auswählen, wobei X für die richtige Nummer der Partition steht. Über

DETAIL VOLUME

gibts dann noch detailierte Informationen zu der aktuell ausgewählten Partition:

Wie im Screen zu sehen ist, haben wir bei der aktuellen Partition eine Gesamtgröße von 20 GB, wobei ca 5,4 GB noch nicht zugewiesen sind. Um das zu erreichen, verwenden wir den Befehl

EXTEND

um den nicht zugewiesenen Speicher der Partition zuzuweisen.

Fertig. Die Partition hat nun eine Gesamtgröße von 20GB. Weitere Infos zu DISKPART gibts unter http://www.microsoft.com/resources/documentation/windows/xp/all/proddocs/en-us/diskpart.mspx?mfr=true.

In diesem Sinne.

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    Jürgen Oberngruber is a project manager and software architect living in Wels, Austria and currently working at ecomplexx Austria, Wels. During his study at the University of Applied Sciences in Hagenberg, Austria he gained a deep knowledge in the field of software engineering using a lot of different programming languages. Since a few years he's focusing on the Microsofts .NET platform including all relevant technologies. One of his passion is to explore, to test and to evaluate new technologies and programming languages (mostly in the field of Microsofts .NET platform). Checkout more information on www.juergenoberngruber.at

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